30 Jahre nach 1984

Logo der Aktion Neccessary and ProportionateVor einem Jahr haben einige Internetorganisationen — u.a. ISOC.DE — unter dem Titel „Neccessary and Proportionate“ (Notwendig und Angemessen) Regierungen aufgefordert, Gesetze zur Überwachung zu verabschieden, die möglichst gut Menschenrechte der Überwachten respektieren. Passt diese Forderung in eine Zeit, in der jemand, der wie Herr Snowden offensichtliche Überwachungssünden seines Staates anprangert, um sein Leben fürchten und — ausgerechnet — in Russland Asyl suchen muss? Natürlich ist der Staat verantwortlich dafür, dass seine Bürger in Sicherheit leben können, dass sie geschützt werden von Angriffen auf ihr Leben und ihr Eigentum. Aber kann das der Vorwand dafür sein, unter dem Motto „erlaubt ist, was technisch möglich ist“ gnadenlos in die Privatsphäre vieler Bürger einzubrechen?
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W3C.DE kündigt 5. HTML5-Tag und W3C.DE-Tag 2014 an

W3C Logo des W3C Büros Deutschland und ÖsterreichZum fünften Mal lädt das Deutsch-Österreichische Büro des World Wide Web Consortiums (W3C.DE) Webentwickler, Programmierer, Studierende, Lehrer und alle an der Evolution des World Wide Web Interessierten zum HTML5-Tag ein. Die Veranstaltung findet am 8./9. September an der TU Berlin statt. Informationen und Anmeldung auf der Veranstaltungsseite.

Am folgenden Tag, dem 10. September 2014, veranstaltet das W3C.DE  in Berlin seinen jährlichen W3C-Tag. Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Erweiterung der Standardisierungsaktivitäten des W3C im Hinblick auf verschiedene Branchen und Industrien.

Braucht das Internet neue Spielregeln?

Video vom HearingDer Bundestags­ausschuss Digi­tale Agenda lud für Mitt­woch, 2. Juli 2014, Ex­per­ten zum Thema „Inter­net Gover­nance“ ein. Für ISOC.DE war Vor­stands­mitglied Dirk Krischenowski dabei. Er ist Ex­perte für Names­verwaltung und ICANN; Themen, die einen wesent­lichen Teil des vom Aus­schuss ver­sandten Fra­gen­ka­ta­logs aus­mach­ten. Die schrift­lichen Stel­lung­nahmen der Ex­per­ten sind im Web ver­fügbar.

ISOC.DE vertritt den Stand­punkt, dass sich das in den letzten Jahrzehnten gewachsene „bottom-up Multi-Stakeholder-Modell“ grundsätzlich bewährt hat und auch in Zukunft bewähren wird. Institutionen wie IETF oder ICANN seien offener, die Transparenz höher und die Beteiligungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft größer, als in anderen Bereichen; zum Beispiel bei der Verhandlung über völkerrechtliche Verträge zwischen Staaten. Echte Probleme oder gar Sicherheitsrisiken haben sich im Bereich der Internetregulierung aus diesem Modell keine ergeben. Alles, was dazu — auch im Kontext der Diskussion um die Überwachung durch die NSA — bekannt wurde, hat gezeigt, dass nicht mangelnde Regulierung des Internet das Problem ist. Probleme liegen in den Bereichen, in denen die Staaten bis heute eine sehr weitgehende Kontrolle ausüben: in der Infrastruktur des Netzes. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ein Stück Netzneutralität prüfen

Die Open Internet App sagt 'Not OK'Eine elementare Erwartung an einen Internet Service Provider ist, dass er Datenpakete ohne Diskriminierung überträgt. Das ist Bestandteil der viel diskutierten Netzneutralität. Dass dies aber nicht immer gegeben ist, haben viele Benutzer schon erfahren, auf deren Mobilgerät oder Computer bestimmte Dienste nicht erreichbar waren. Häufig betroffen hiervon sind Skype, SIP (Internet Telefonie), Whatsapp, oder Bittorrent. Diese Dienste kann der der Internet Provider dadurch sperren, dass er für diese Dienste bestimmte Pakete einfach nicht weiterleitet. dafür gibt es hauptsächlich zwei technische Verfahren:

  1. Internetdiensten sind oft eine oder mehrere Portnummern zugeordnet. So werden zum Beispiel die meisten Webserver auf Port 80 angesprochen. Würde jetzt ein Internet Provider Pakete, die an einen Port 80 gehen nicht mehr weiterleiten, wären für seine Kunden die meisten Webseiten gesperrt.
  2. Durch prüfen des Paketinhalts kann oft entschieden werden, zu welchem Dienst das Paket gehört. So deutet z.B. ein HTTP-Kopf in einem Paket darauf hin, dass es sich um einen Webdienst handelt. Die Technik Pakete auf Basis ihres Inhalts zu filtern, wird Deep Packet Inspection (DPI) genannt.

Hier setzt ein Projekt ein, das unsere Kollegen vom niederländischen Chapter gemeinsam mit dem Bangladesh-Dhaka Chapter  der Internet Society Anfang 2013 veröffentlicht haben. Diesen Beitrag weiterlesen »

ISOC.DE Vorstand Hans Peter Dittler im ISOC BOT

Hans Peter DittlerWie das Internet Society’s Elections Committee der Internet Society (ISOC) mitteilt, wurde Hans Peter Dittler, Vorstandsvorsitzender des German Chapters (ISOC.DE) in das Board of Trustees (BOT) der Internet Society gewählt. Er ist damit für 3 Jahre Mitglied in dem Gremium, das die Angelegenheiten der Internet Society steuert und überwacht. Siehe auch Internet Society Bylaws.

Aus Veranstaltungen von ISOC.DE
  • Mehr Sicherheit durch weniger Kryptographie?
    November 2019
    Um den Zusammenhang zwischen Terroristen belauschen und sicherem Onlinebanking geht es noch einmal am Rand des IGF 2019. Dieses mal wollen wir mit Wissenschaftlern, Politikern und anderen interessierten Bürgen das Thema diskutieren.
  • Kryptographie für ein besseres Internet
    April 2019
    Andrew Sullivan, Präsident und CEO der Internet Society (ISOC) erläutert, warum Eingriffe in die Kryptografie das Internet, seine Anwendungen und seine Benutzer gefährden.
  • Bürgerrechte im Netz
    November 2018.
    In zwei Panels ging es um Netzneutralität und Datenschutz.
  • 25 Jahre ISOC.DE
    Dezember 2017, nach der Wahl, noch vor der Regierungsbildung
    Der 25. Geburtstag von ISOC.DE und ISOC.ORG bot den Anlass für eine Veranstaltung in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin, die sich kritisch mit der Rolle der Politik bei der Internet-Entwicklung auseinandersetzte.
  • Sicherheit zwischen Kryptographie und Überwachung
    2016 währed der IETF96 in Berlin
    Bringt mehr Überwachung mehr Sicherheit? Welche Rolle spielt Kryptographie für die Sicherheit im Netz? Gefährden Backdoors die Sicherheit?
  • Wer Macht das Internet?
    2013 gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
    Wer "macht" eigentlich tatsächlich das Internet und wem wächst damit welche “Macht” zu? Was ist die Rolle der Politik?
  • Wie das Netz nach Deutschland kam
    2006 gemeinsam mit dem Haus der Geschichte, Bonn
    Wo kommt das Internet in Deutschland her? Was passierte in den 80ern und frühen 90ern? Was waren die Diskussionen und Visionen?
ISOC.DE

Die Internet Society German Chapter e.V. (ISOC.DE e.V.) ist ein eingetragener Verein, der die Verbreitung des Internets in Deutschland fördert und dessen Entwicklung sowohl in technischer als auch in gesellschaftlicher Hinsicht begleitet.
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